JU Achern-Sasbach setzt sich bei CDU gegen eine Einbahnstraße ein

Hauptstraße soll mit Übergängen für Fußgänger und Radfahrer attraktiver werden

BNN Montag, 20.07.2020: CDU-Fraktion, Vorstandsmitglieder des Stadtverbandes und Junge Union trafen sich zu einem Meinungsaustausch über Themen des Masterplans. In einer Diskussion mit der Jungen Union stellte Fraktionsvorsitzender Karl Früh klar: „Mit der CDU wird es in der Acherner Hauptstraße keinen Einbahnverkehr geben.“ Eine Hauptstraße mit Einbahnverkehr bringe keine höhere Attraktivität und verschlechtere die Wohnsituation in der Innenstadt. Der gefasste Beschluss müsse, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von CDU-Fraktion, CDU-Stadtverband und Junger Union hervorgeht, noch einmal überdacht werden.
Die Junge Union mit ihrem Vorsitzenden Julius Geier hatte sich von Anfang an für diese Haltung stark gemacht. Sie sieht sich in ihrer Auffassung durch die Stellungnahme des Fraktionsvorsitzenden bestätigt. Ebenfalls einig war man sich über das Thema „Shared Spaces“, gegen die sich sowohl die CDU als auch die Junge Union aussprachen. „Getarnt als Verbindung zwischen Adlerplatz und Rathausplatz“ wird hier versucht unter dem Radar der Öffentlichkeit die Hauptstraße kaputt zu machen. Shared Spaces bedeuten eine Gleichstellung aller Verkehrsteilnehmer, welche gerade in der Hauptstraße zu einem absoluten Verkehrschaos und Sicherheitsrisiko führen würde“, so der Vorsitzende der Junge Union, Julius Geier.
Einig ist man sich im CDU-Stadtverband, dass die Hauptstraße für Radfahrer und Fußgänger attraktiver werden muss. Dafür sei eine Einbahnregelung aber der falsche Weg. Vielmehr müssten die innerstädtischen Wege für Radfahrer und Fußgänger zur Hauptstraße hin sowie die Übergänge für Fahrräder im Rückraum der Hauptstraße verbessert werden. Die CDU fordert Oberbürgermeister Klaus Muttach auf beim Thema fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt noch konkreter zu werden und sehr bald die konkreten Vorschläge der Verwaltung zur Verbesserung vorzulegen. Karl Früh ist sich sicher: „Wir würden im Gemeinderat das Thema Hauptstraße anders diskutieren wenn konkret sichtbar wäre, wie die Verwaltung sich eine Attraktivitätssteigerung unserer Stadt für Fußgänger und Radfahrer vorstellt.“ Einigkeit herrscht bei der CDU und JU über die Notwendigkeit der Nordtangente. Es ist völlig klar, dass die Hauptstraße soweit es eben geht von Durchgangsverkehr entlastet werden muss. Karl Früh freut sich, dass hierüber im Gemeinderat Einigkeit besteht.
Für den Kreisel beim Scheck-In und für die Gestaltung des Rathausplatzes meldet die CDU noch Gesprächsbedarf an. Der bisherige Stand der Vorschläge mit dem Turbokreisel als Favorit dürfe noch nicht das Ende der Überlegungen sein. Nachhaken wird die CDU-Fraktion in Sachen dritter Fahrspur in der Fautenbacherstraße. Der aktuelle Stand der Erschließungsarbeiten im Glashüttenareal ließ Zweifel aufkommen ob wie geplant eine zusätzliche Abbiegespur umgesetzt wird.
Der Stadtverbandsvorsitzender Andreas Federle zeigte sich über die offene Diskussion zwischen CDU-Fraktion und Junge Union erfreut und kündigte an das zu den Themen des Masterplans weitere Diskussionen in der CDU und mit den Bürgern folgen, wie es heißt.

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